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Americana - CD
Neko Case - Fox Confessor Brings The Flood
Die noch ungekrönte Königin des modernen Americana versammelt ihre bewährten Freunde und singt vom spirituellen Verfall der USA.
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Die Kanadierin Neko Case, die abseits ihrer bemerkenswerten Solokarriere auch die großartige Powerpop-Combo The New Pornographers aufputzt, baut bei ihrem fünften Soloalbum musikalisch auf ihr bewährtes Rezept: Ihre einzigartige, wie aus einer längst vergangenen Zeit anmutende, glasklare Stimme und ein grundsolider, zeitloser Americana- Sound, für den wie immer ihr mehr als erlesener Freundeskreis verantwortlich zeichnet: Die üblichen Verdächtigen Calexico, The Sadies und Howe Gelb vermitteln mit gekonnt zurückhaltender Präsenz den nötigen Raum für ihre gespenstisch versponnenen Fabeln. Auch der legendäre Garth Hudson von The Band ist mit an Bord und bedient die Orgel wie kein anderer. Inhaltlich hat sich Neko Case diesmal auch ihrer ukrainischen Vorfahren besonnen und deren Mythen verarbeitet. Nachdem Country- Musik üblicherweise von der authentischen, präzisen Beschreibung von Alltagsproblemen wie ehelicher Untreue, Mord und Totschlag, Armut , Alkoholismus und Einsamkeit lebt, ist die hier vorgetragene Meditation zum spirituellen Verfall von "God´s Own Country" eine mutige aber gelungene Abstraktion. Neko Case ist ja schon immer ihren eigenen Weg gegangen, ihr stolzer Lebenslauf beinhaltet unter anderem den Umstand, daß sie lebenslänglich für Auftritte im traditionsreichen Grand Ole Opry in Nashville gesperrt ist, nachdem sie dort vor Jahren wegen der im Raum herrschenden Hitze während ihres Auftritts die Bluse abgelegt hat. - Ja, und sie hatte natürlich noch einen BH an. – Zurück zu "Fox Confessor", dessen konkretere metaphorische Bedeutung mir auch beim zweiten Hören etwas rätselhaft bleibt. Ob beabsichtigt oder nicht, die schon im Titel hergestellte Verbindung zur aktuellen Hochwasserthematik ist indes leider nicht nur in den USA sehr lebendig.
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